Die Ricam Hospiz Stiftung hat am 12. Juni in Berlin-Rudow ein Richtfest für ein Pionierprojekt gefeiert: das erste Tageshospiz in Deutschland soll Menschen dabei unterstützen, trotz schwerer oder unheilbarer Krankheit weiter zu Hause leben zu können. Hier entsteht etwas in Deutschland in dieser Form bisher Einzigartiges. Seit mehreren Jahren bin ich Schirmherrin des Ricam Hospizes. Gemeinsam mit Martin Hikel, Neuköllner Bezirksürgermeister, Benno Bolze, Geschäftsführer des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands (DHPV) und Toska Holtz, der Vorsitzenden der Stiftung Ricam Hospiz, besuchte ich die Veranstaltung und hielt ein Grußwort.

Hier werden neue Wege der Hospizarbeit und der Palliativversorgung beschritten, die in Berlin und Deutschland richtungsweisend sind. Viele Menschen wollen zuhause ihre letzte Lebensphase verbringen. Um pflegende Angehörige zu entlasten, wird im Tageshospiz ein flexibles Pflege- und Betreuungsangebot aufgebaut, das Sterbenden und Schwerstkranken ermöglicht, das eigene Zuhause bis zuletzt als Lebensmittelpunkt beizubehalten.

Mein Wunsch für das Hospizzentrum: „Aus Balken und Steinen wird ein Haus, nun schmückt Ihr es mit Leben aus.“

Menschen, die bald sterben müssen, brauchen liebevolle Unterstützung und helfende Hände, um die verbleibende Zeit mit so viel Lebensqualität wie möglich zu füllen. Für viele ist es aber auch wichtig, dass sie so lange es geht zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung sein können. Deshalb unterstützen wir als Bundesfamilienministerium die Idee eines Tageshospizes. Hier können die Schwerstkranken tagsüber professionell gepflegt und begleitet werden, während sie abends wieder zu Hause sein können. Auch für die Angehörigen ist dies eine große Entlastung.

Pionierprojekt: Tageshospiz für Erwachsene feiert Richtfest