„Demografiewerkstatt Kommunen“ bekommt Zuwachs

„Demografiewerkstatt Kommunen“ bekommt Zuwachs

Ich habe am 2. Mai in Grabow in Mecklenburg-Vorpommern die zehnte Modellkommune im Projekt „Demografiewerkstatt Kommunen“ (DWK) begrüßt. Grabow ist bereits eine von bisher neun Modellkommunen in dem Projekt. Nun wird auch der zugehörige Landkreis Ludwigslust-Parchim eine Modellkommune. Zusammen mit Landrat Stefan Sternberg und Sabine Mellies, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit und zuständig für die Umsetzung des Projekts, unterzeichnete ich die gemeinsame Erklärung zum Beitritt.

Anschließend folgte ein gemeinsamer Rundgang durch Grabow. Hierbei wurde deutlich, welche Veränderungen auch durch die DWK in den letzten Jahren angestoßen werden konnten. Eine Herausforderung für die Stadt war der drohende Leerstand mehrerer Gebäude und Geschäfte im Zentrum. Um die Innenstadt zu beleben, wird aktuell die Bürgerverwaltung am Marktplatz zentriert.

Außerdem entsteht dort ein neues Wohnobjekt für Seniorinnen und Senioren. Das Wohnen im Zentrum ermöglicht ihnen kurze Wege zu Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten oder Apotheken. Die zentrale Lage erleichtert den Seniorinnen und Senioren die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben der Stadt. Durch das Engagement der Stadtverwaltung setzt außerdem der Fleischer am Marktplatz seinen Betrieb fort.

Zum Abschluss des Rundgangs traf ich eine Seniorengruppe, die in einer Tagespflege betreut wird. Die Einrichtung im Stadtzentrum ermöglicht es älteren Menschen mit Unterstützungsbedarf, ebenfalls an Veranstaltungen teilzunehmen.

Gute Arbeit verdient gute Bezahlung: Tag der Arbeit

Gute Arbeit verdient gute Bezahlung: Tag der Arbeit

Heute ist der Tag der Arbeit. Ich finde: gute Arbeit verdient gute Bezahlung – schon in der Ausbildung. Insbesondere bei den sozialen Berufen gibt es da noch einiges zu tun. Deshalb starten wir unsere Ausbildungsoffensive für die Pflege mit der neuen vergüteten Pflegeausbildung ab 2020 und wir setzen ab Sommer unser Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher“ um. Wir unterstützen Kita-Träger dabei, mehr vergütete Ausbildungsplätze und Praxisanleitung anzubieten und dafür zu sorgen, dass sich berufliche Weiterentwicklung bezahlt macht. 5,7 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in sozialen Berufen. 80 % davon sind Frauen. Die Anerkennung und Wertschätzung ihrer Fachkompetenz, gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung sind der Schlüssel, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Dafür arbeiten wir im Familienministerium, gemeinsam mit dem Arbeitsministerium und dem Gesundheitsministerium. Ich wünsche allen einen schönen 1. Mai!

Gute-KiTa-Gesetz: Erster Vertrag in Bremen unterzeichnet

Gute-KiTa-Gesetz: Erster Vertrag in Bremen unterzeichnet

Mit der Unterzeichnung des ersten „Gute-KiTa-Vertrags“ mit dem Land Bremen ist am 25. April die Umsetzung des Gute-KiTa-Gesetzes in den Ländern gestartet. Unterzeichnet wurde der Vertrag im Bremer Rathaus gemeinsam durch Dr. Claudia Bogedan, Bremens Senatorin für Kinder und Bildung, und mir. Anwesend war auch der Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen, Bürgermeister Dr. Carsten Sieling. Es ist der erste von 16 Gute-KiTa-Verträgen, die in den kommenden Monaten in allen Bundesländern unterzeichnet werden.

Wir liegen bei den Vertragsverhandlungen mit den Ländern im Plan und kommen sehr gut voran. Es freut mich sehr, dass Bremen ein so starkes Paket an Maßnahmen angehen wird. Aus den Verhandlungen mit den anderen Bundesländern wissen wir: nahezu alle Handlungsfelder für mehr Qualität wurden bereits ausgewählt – zum Beispiel die Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels oder die Qualifizierung von Fachkräften. Außerdem zeichnet sich ein ausgewogenes Verhältnis ab zwischen Investitionen in Qualität und in Konzepte zur Gebührenentlastung für bessere Teilhabe. Der Großteil der Mittel wird für Qualitätsverbesserungen eingesetzt. Mit dem Gute-KiTa-Gesetz unterstützen wir als Bund die Länder genau da, wo diese ihren größten Bedarf sehen.

Mehr Informationen finden Sie hier: Quelle BMFSFJ.

Was bewegt Sie? Austausch mit pflegenden Angehörigen

Was bewegt Sie? Austausch mit pflegenden Angehörigen

Unter dem Motto „Was bewegt Sie?“ hat am 12. April einen neue Dialogreihe zu seniorenpolitischen Themen begonnen. Bei der der Auftaktveranstaltung in Brandenburg an der Havel ging es um die Frage, wie sich Pflege und Beruf besser vereinbaren lassen.

Ich habe dazu mehrere pflegende Angehörige getroffen, um gemeinsam mit ihnen über ihre Herausforderungen im Alltag zu diskutieren und neue Lösungsansätze anzusprechen. Dabei würdigte ich den Einsatz der Menschen, die pflegen.

Viele pflegende Angehörige sind erwerbstätig. Vereinbarkeit von Familie und Beruf heißt für immer mehr Menschen: Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf. Wir haben die gesetzlichen Möglichkeiten für pflegende Angehörige im Jahr 2015 erweitert. Wir wissen aber: Die bestehenden Regelungen lösen nicht alle Probleme der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Heute möchte ich von den Betroffenen selbst erfahren, was sie brauchen, um ihren Alltag in Einklang zu bringen.

Angebote für pflegende Angehörige
Das Bundesseniorenministerium setzt sich dafür ein, dass ältere Menschen mit Pflegebedarf ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen können und eine qualitätsvolle Pflege erhalten und dass pflegende Angehörige angemessen unterstützt werden. Dabei haben Menschen, die im Alter auf Hilfe angewiesen sind, sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Dementsprechend differenziert und umfassend sind die Angebote des Bundesseniorenministeriums. So bietet das Pflegetelefon schnelle Hilfe für pflegende Angehörige. Zudem regelt das Familienpflegezeitgesetz wichtige rechtliche Grundlagen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Bundesrat stimmt dem Starke-Familien-Gesetz zu

Bundesrat stimmt dem Starke-Familien-Gesetz zu

Der Bundesrat hat am 12. April dem Starke-Familien-Gesetz zugestimmt. Ziel des Gesetzes ist, Familien mit kleinen und mittleren Einkommen wirksamer vor Armut zu schützen, den Bedarf von Kindern zu sichern und dafür zu sorgen, dass sich auch bei kleinen Einkommen Erwerbstätigkeit lohnt. Zu diesem Zweck werden der Kinderzuschlag erhöht und neugestaltet sowie die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets verbessert. Besonders profitieren Alleinerziehende durch das Starke-Familien-Gesetz.

Ich freue mich, dass wir heute auch hier im Deutschen Bundesrat ein klares Signal gegen Kinderarmut setzen können – für starke Familien, für mehr Chancengerechtigkeit und insbesondere auch für gesellschaftliche Teilhabe. Wenn wir sie zusammen zählen, dann sind es vier Millionen Kinder, die von dem Starke-Familien-Gesetz profitieren können, denen es an Unterstützung fehlt oder die bisher nicht genügend Unterstützung bekommen haben. Unsere Aufgabe wird es nun sein, gemeinsam daran zu arbeiten, diese neue Leistung bekannter zu machen. Dafür werden auch die Anträge einfacher gemacht und sollen ab 2020 auch online möglich sein. Ich hoffe sehr, dass wir damit einen großen Unterschied machen und Familien spürbar stärken können.

Das Gesetz soll nun stufenweise in Kraft treten: Für die Änderungen beim Kinderzuschlag gelten die Stichtage 1. Juli 2019 und 1. Januar 2020. Die Änderungen bei den Leistungen zu Bildung und Teilhabe kommen überwiegend zum 1. August 2019. Was sich verbessert und wie Sie die Leistungen in Anspruch nehmen können, erfahren Sie hier.

Fachkräftebedarf: Arbeit und Familie müssen zusammen passen

Fachkräftebedarf: Arbeit und Familie müssen zusammen passen

Bei einem Wirtschaftspolitischen Frühstück der Industrie und Handelskammer (IHK) Berlin hat sich Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey am 4. April mit rund 200 Berliner Unternehmerinnen und Unternehmern zum Thema „Familienorientierte Unternehmenskultur als Motor des Erfolgs“ ausgetauscht. Anlass war unter anderem der aktuelle Fachkräftebedarf: Laut IHK fehlen allein in Berlin mehr als 120.000 Fachkräfte. Deutschlandweit hat die Zahl der offenen Stellen mit rund 1,5 Millionen einen neuen Rekordstand erreicht.

Arbeit und Familie müssen zusammenpassen. Denn Frauen und Männer wollen arbeiten und gleichzeitig Zeit für ihre Familien haben. Unternehmen, die Beschäftigte für sich gewinnen und langfristig halten wollen, müssen das beachten. Meine Antwort auf die Herausforderung Fachkräftemangel lautet daher: Familienorientierung. Das ist nicht die einzige, aber sie wird immer Teil einer erfolgreichen Antwort sein. Damit machen wir Unternehmen, Familien und Deutschland insgesamt spürbar stärker.

Mit dem Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“ setzt sich das Bundesfamilienministerium für eine familienfreundliche Arbeitswelt ein, um damit auch den Fachkräftebedarf in Deutschland zukünftig besser abzudecken. Das geschieht in strategischer Kooperation mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft und dem Deutschen Gewerkschaftsbund.

Das Programm ist die zentrale Plattform zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es bietet Erfolgsbeispiele und Erfahrungsberichte von Unternehmen, die mit innovativen Maßnahmen eine familienbewusste Personalpolitik praktizieren. Darüber hinaus steht in der Wissensplattform eine breite Auswahl an Praxisbeispielen, Studien und Ratgebern zu Themen wie Arbeitszeitgestaltung, familienbewusstes Führen und Personalmarketing zur Verfügung. Ziel ist es, dass Familienfreundlichkeit zum Markenzeichen der deutschen Wirtschaft wird.

Equal Pay Day: Lohnlücke zwischen Frauen und Männern schließen

Equal Pay Day: Lohnlücke zwischen Frauen und Männern schließen

it einer gemeinschaftlichen Aktion zum Equal Pay Day haben mehrere Verbände und ich eine gerechte Bezahlung von Frauen und Männern gefordert. Nach wie vor beträgt die Lohnlücke in Deutschland 21 Prozent.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts liegt der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern weiterhin bei durchschnittlich 21 Prozent. Der Equal Pay Day, der in diesem Jahr wieder am 18. März stattfindet, macht auf diese Ungleichheit aufmerksam. Anlässlich des Aktionstages haben der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Sozialverband Deutschland und der Deutsche Frauenrat zu ihrer jährlichen Kundgebung vor das Brandenburger Tor eingeladen. Das Motto lautet in diesem Jahr: „Wertsache Arbeit“.

Wir haben weiterhin 21 Prozent Lohnunterschied und in der Folge 53 Prozent Rentenunterschied. Das ist inakzeptabel und muss geändert werden. Frauen haben mehr verdient. Aber wir dürfen nicht bei der unverbindlichen Empfehlung bleiben, es braucht auch rechtliche Rahmenbedingungen, um das zu ändern, zum Beispiel bei den Führungspositionen in den Chefetagen der deutschen Unternehmen. Wir werden dort Sanktionen einführen, wenn Unternehmen künftig keine Zielgröße für Frauen in den Vorständen melden oder die Zielgröße ‚Null‘ nicht begründen. Und: Ohne dass wir das Thema Aufwertung der sozialen Berufe angehen, wird es nicht gehen.

Ein Jahr Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Heute bin ich genau ein Jahr Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Auf Facebook finden Sie einen kleinen Bilder-Rückblick über das, was wir im letzten Jahr geschafft und auf den Weg gebracht haben: für gute Kitas, bessere finanzielle Unterstützung für Familien, die Aufwertung der sozialen Berufe, ein Aktionsprogramm gegen Gewalt an Frauen, über 200 Anti-Mobbing-Profis in Schulen, die Entfristung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und vieles mehr. Mein Anspruch ist und bleibt, dass alles, was wir im Familienministerium umsetzen, auch wirklich vor Ort bei den Menschen ankommt. Dafür werden wir auch weiterhin arbeiten. Danke für Ihr Interesse!

Auch der Tagesspiegel hat Bilanz gezogen – ein Jahr Große Koalition. Von 139 Regierungsvorhaben sind zwei Drittel abgearbeitet oder in Arbeit.

Ein wirklich außergewöhnliches Jahr. Ulli Zelle und Silke Cölln vom rbb24 haben über die ersten 100 Tage einen Film gemacht – hier nochmal zum Nachschauen.