Haushaltsentwurf 2020: Familienförderung, Vereinbarkeit und Engagement stärken

Das Bundeskabinett hat am 26. Juni den Haushaltsentwurf für das Jahr 2020 beschlossen. Demnach sollen dem Bundesfamilienministerium im kommenden Jahr 11,8 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Das ist im Vergleich zu 2019 ein Anstieg um rund 1,14 Milliarden Euro.

Jeder Euro, der das Leben der Menschen spürbar besser macht, ist gut angelegt. Deshalb ist es ein großer Erfolg, dass im nächsten Jahr noch mehr Geld für die Belange von jung bis alt zur Verfügung stehen soll. Wir investieren in eine gute Kinderbetreuung in Kita und Grundschule, sorgen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und bekämpfen Kinderarmut. Wir stellen uns Hass, Gewalt und Missbrauch entgegen und helfen denen, die Opfer geworden sind. Besonders wichtig ist, dass wir auch künftig zivilgesellschaftliches Engagement und Demokratieförderung vor Ort intensiv unterstützen. Damit sind wir aktiv für den sozialen Frieden in unserem Land. Worin wir das Geld investieren, erfahren Sie unter Weiterlesen.

Hissung der Regenbogenflagge als Zeichen für Toleranz und Vielfalt

Hissung der Regenbogenflagge als Zeichen für Toleranz und Vielfalt

Anlässlich des 50 Jahrestags des Stonewall-Aufstands habe ich die Regenbogenflagge vor dem Bundesfamilienministerium in Berlin gehisst. Außerdem sprach ich mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie jungen queeren Menschen über ihre Erfahrungen.

Der Stonewall-Aufstand gilt als Geburtsstunde der weltweiten Bewegung für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche (LSBTI) Menschen. In der Nacht vom 27. zum 28. Juni 1969 wehrten sich in der New Yorker Christopher Street erstmals Homo- und Transsexuelle nach einer Razzia in der Stonewall Bar gegen Polizeiwillkür und -gewalt. Das Jubiläum dieser Ereignisse wird jetzt weltweit gefeiert.

Der Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen in der New Yorker Christopher Street vor 50 Jahren war ein Wendepunkt – und der Anfang einer weltweiten Bewegung für Gleichberechtigung. Seitdem ist viel passiert, es gab viele Fortschritte in der Anerkennung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen. Aber 50 Jahre nach Stonewall gibt es auch noch viel zu tun. Deshalb setzen wir uns in Deutschland weiterhin für die Rechte von LSBTI*-Menschen ein und gehen mit aller Kraft gegen Diskriminierung und Ausgrenzung vor. Für mich als Bundesfamilienministerin ist das Hissen der Regenbogenflagge vor dem Ministerium am Jahrestag von Stonewall ein wichtiges und notwendiges Zeichen: Für Toleranz und für die Vielfalt des Lebens, der Geschlechter und der Identitäten – dafür, dass alle Menschen sich frei entfalten können – egal, wen sie lieben und wie sie leben.

Kinderrechte-Bus geht auf Tour durch Deutschland

Kinderrechte-Bus geht auf Tour durch Deutschland

Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Damit die Kinderrechte im ganzen Land noch bekannter werden, geht der Kinderrechte-Bus des Bundesfamilienministeriums auf Tour durch Deutschland. Das Motto der Bustour durch mehr als 20 Städte lautet „Starkmachen für Kinderrechte“.

Vom Startpunkt Berlin aus hat Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey den Bus am 21. Juni auf die Reise geschickt – pünktlich zu Beginn der Sommerferien in Berlin und Brandenburg. Mit dabei waren Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Tempelhof-Schöneberg, Vertreterinnen und Vertreter des Aktionsbündnisses Kinderrechte und Kinder, die den Bus mit ihren Wünschen beklebt haben.

Mit dem Kinderrechte-Bus wollen wir Kindern und ihren Eltern zeigen, wofür die Kinderrechte stehen und warum wir sie brauchen. Damit kommen wir einer wichtigen Pflicht aus der Konvention der Vereinten Nationen nach: die Kinderrechte bekannter zu machen. Starke Rechte für Kinder bedeuten für mich starke Rechte für Familien und eine kinderfreundlichere Gesellschaft. Die Kinderrechte sollen in dieser Legislaturperiode im Grundgesetz verankert werden. Damit wollen wir auch deren besondere Bedeutung zum Ausdruck bringen: damit Kinder gut gefördert, geschützt und beteiligt werden.

Bis Oktober macht der Kinderrechte-Bus in mehr als 20 deutschen Städten halt. An jeder Station gibt es Spiele und Mitmachaktionen – der Bus soll Kindern auf spielerische und kindgerechte Weise vermitteln, was ihre Rechte sind. Dazu dient eine Ausstellung, die jeweils vor dem und im Bus aufgebaut wird und sich entlang zehn wichtiger Kinderrechte orientiert.

Kirchentag 2019 in Dortmund

Kirchentag 2019 in Dortmund

Diese Woche war ich auf dem 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund. Ich nahm an einer Podiumsdiskussion zu 30 Jahre Mauerfall teil, war auf dem „Roten Sofa“ zu Gast und habe auf meinem Rundgang unter anderem unseren Stand vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend besucht. Ich konnte leider nur einen Bruchteil der über 700 Stände besuchen und mit einigen der über 5.000 Helferinnen und Helfer sprechen, von denen drei Viertel Pfadfinder sind. Es ist wirklich beeindruckend, was hier zusammenkam und geleistet wurde. Danke an alle, die sich dafür engagiert haben, dass an diesem verlängerten Wochenende rund 100.000 Gäste einen unvergesslichen Kirchentag erleben konnten. Das war ein wirklich beeindruckendes Erlebnis.

Neue Erzieherinnen und Erzieher starten in „Beruf mit Zukunft“

Neue Erzieherinnen und Erzieher starten in „Beruf mit Zukunft“

Feierlicher Abschluss für 188 Absolventinnen und Absolventen der Fachschule für Erzieherinnen und Erzieher der Stiftung Sozialpädagogisches Institut Berlin Walter May (SPI): Im Historischen Kuppelsaal im Berliner Olympiapark überreichte ihnen Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey am 20. Juni gemeinsam mit der Direktorin der Stiftung, Dr. Birgit Hoppe, ihre Zeugnisse.

Ein Auszug aus meinem Grußwort an die künftigen Erzieherinnen und Erzieher:

„Sie erhalten heute einen Abschluss für einen Beruf mit Zukunft: Denn Kitas sind Arbeitsplätze mit Zukunft, für die Sie als kompetente und engagierte Fachkräfte gebraucht werden – Sie sind entscheidend für eine gute Qualität in der frühkindlichen Bildung. Und Sie tragen dazu bei, dass alle Kinder in Deutschland Zugang zu dieser Bildung und einer guten Betreuung haben. Nun müssen wir dafür sorgen, dass neben Ihnen auch weitere qualifizierte Fachkräfte gewonnen und im Beruf gehalten werden können. Dafür haben wir die Fachkräfteoffensive des Bundes für Erzieherinnen und Erzieher gestartet.“

Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher“

Überall in Deutschland werden Erzieherinnen und Erzieher dringend gesucht. Nach einer aktuellen prognos-Studie könnten in der frühen Bildung bis zum Jahr 2025 bis zu 191.000 Erzieherinnen und Erzieher fehlen. Das Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher – Nachwuchs gewinnen und Profis binden“ setzt dabei auf die drei „P’s“ für Personal und fördert die Träger in drei Bereichen:

  • Praxisintegrierte vergütete Ausbildung für angehende Erzieherinnen und Erzieher
  • Praxisanleitung durch professionelle Begleitung der Fachschülerinnen und Fachschüler
  • Perspektiven mit dem Aufstiegsbonus für Profis nach Weiterqualifikation

Unabhängiger Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf legt ersten Bericht vor

Unabhängiger Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf legt ersten Bericht vor

Die 21 Mitglieder des Unabhängigen Beirats für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf haben nach vier Jahren Amtszeit ihren ersten Bericht vorgestellt und ihn offiziell am 20. Juni an mich übergeben. Der Beiratsbericht enthält eine Bestandsaufnahme zu Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz sowie zahlreiche Beschlüsse und Handlungsempfehlungen mit dem Ziel, die Situation pflegender Angehörige weiter zu verbessern.

Pflege ist ein zentrales Thema in unserem Land. Mit der Konzertierten Aktion Pflege nehmen wir die beruflich Pflegenden in den Blick. Gleichzeitig wollen wir die pflegenden Angehörigen unterstützen. Diese sind häufig dreifach belastet: Pflege kostet Zeit. Sie kostet auch Geld, beispielsweise, wenn man die Arbeitszeit reduzieren muss und Einkommen verliert. Und Pflege kostet Kraft. Das sind die Punkte, an denen wir ansetzen müssen. Das zeigt auch der erste Bericht des Unabhängigen Beirats für die Vereinbarkeit Pflege und Beruf, dessen Handlungsempfehlungen und Beschlüsse wir sorgsam prüfen werden.

Zur Diskussion der Handlungsempfehlungen mit der Fachöffentlichkeit und zuständigen Fachpolitikerinnen und Fachpolitikern hat das Bundesfamilienministerium eine Fachtagung im September geplant. Ziel der Veranstaltung: die Fachöffentlichkeit über die Handlungsempfehlungen des Berichts zu informieren, den Austausch der Fachleute anzuregen und zur Weiterentwicklung des Themas beizutragen.

Konzertierte Aktion Pflege im Kabinett der Bundesregierung

Konzertierte Aktion Pflege im Kabinett der Bundesregierung

Am 19. Juni 2019 im Kabinett: ein wichtiges Ergebnis unserer Konzertierten Aktion Pflege, die wir gemeinsam mit Arbeitsminister Hubertus Heil und Gesundheitsminister Jens Spahn umsetzen – der Gesetzentwurf für bessere Löhne in der Pflege. Damit sollen die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften spürbar verbessert und die Attraktivität des Pflegeberufs gesteigert werden. Das Gesetz schafft die Voraussetzungen für einen bundesweiten Tarifvertrag für die gesamte Pflegebranche und damit für eine deutlich bessere und in Ost und West einheitliche Bezahlung in der Pflege in ganz Deutschland.

Mehr zu unserer Konzertierten Aktion Pflege finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und auf der Seite meines Ministeriums.

Jetzt für den Deutschen Kita-Preis 2020 bewerben


Mit dem Deutschen-Kita-Preis würdigen das Bundesfamilienministerium und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung besondere Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung. Bis zum 18. August 2019 können sich Kindertageseinrichtungen und Lokale Bündnisse für frühe Bildung über das Bewerbungsportal um den Deutschen Kita-Preis 2020 bewerben. Auch Eltern haben, genau wie im Vorjahr, die Möglichkeit, Kitas und Lokale Bündnisse vorzuschlagen. Empfehlungen werden bis zum 1. August entgegengenommen.

Ausgezeichnet: Engagement in der frühen Bildung
Der Deutsche Kita-Preis 2020 wird in den Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ vergeben. Es werden jeweils ein erster Platz und vier zweite Plätze vergeben. Die beiden Erstplatzierten erhalten je 25.000 Euro Preisgeld. Die vier Zweitplatzierten in jeder Kategorie werden mit je 10.000 Euro ausgezeichnet. Der Preis ist mit insgesamt 130.000 Euro dotiert. Über die Platzierungen entscheidet eine vielfältig besetzte Jury. Die Preisverleihung findet im Mai 2020 statt.

Der Deutsche Kita-Preis
Der Deutsche Kita-Preis ist eine Initiative des Bundesfamilienministeriums und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung, der Gisela-Sdorra-Stiftung, der Karg-Stiftung, dem ELTERN-Magazin und dem Didacta-Verband. Ziel ist es, gemeinsames Engagement für gute Qualität in Kitas und für Kitas sichtbar zu machen und zur Nachahmung anzuregen.