Ein bewegter Tag in Chemnitz geht zu Ende. Ich habe mit vielen Menschen gesprochen, die sich für eine gute Entwicklung der Stadt einsetzen und sich dafür in der Wirtschaft, in Kunst und Kultur, in Bildungseinrichtungen und in Demokratieförderprojekten engagieren. Ich habe auch mit Betroffenen von rechtsextremer Gewalt und mit der Opferberatung in Chemnitz gesprochen und am Abend das Kunst-Festival „Aufstand der Geschichten“ eröffnet.

Wir haben in den letzten zwei Monaten mit der Stadt Chemnitz und der Chemnitzer Partnerschaft für Demokratie erarbeitet, wie konkrete Unterstützung durch den Bund weiter gestaltet und ausgebaut werden kann. Gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig habe ich unsere Vorhaben vorgestellt.

Das Bundesfamilienministerium hat die Förderung von Projekten zur Unterstützung der Zivilgesellschaft und des Engagements für die Demokratie in Chemnitz deutlich verstärkt und erweitert. Seit September wurden allein die Mittel des Bundesprogramms „Demokratie leben“ für die „Partnerschaft für Demokratie Chemnitz“ verdreifacht – von 100.000 Euro auf 300.000 Euro in diesem Jahr. 41 Vereine und Nichtregierungsorganisationen können damit Projekte für Jugend- und Kulturarbeit in Chemnitz umsetzen.
Unter anderem unterstützt der Bund damit ein medienpädagogisches Bildungsprojekt für Kinder und Jugendliche zum Abbau von fremdenfeindlichen Vorurteilen, einen Theaterworkshop, einen Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern über Angst, Enttäuschung und Gerechtigkeit sowie Patenprogramme zum Austausch zwischen Migranten und Chemnitzer Bürgerinnen und Bürgern.

Insgesamt stellt das Bundesfamilienministerium Chemnitz in diesem Jahr mehr als 3,2 Millionen Euro für zivilgesellschaftliches Engagement, Jugendarbeit und Demokratieförderung zur Verfügung. Dieses Niveau soll 2019 beibehalten werden.

Wir werden den Akteuren vor Ort auch weiter den Rücken stärken. Das hatte ich im August versprochen und das wird gehalten. Aber es geht nicht allein um Chemnitz. Hass und Hetze etwas entgegenzusetzen und die Demokratie und den Dialog zu fördern, ist eine Aufgabe überall in Deutschland.

Zu Gast in Chemnitz – #wirsindmehr