BibWachschutz
Pressekonferenz am 2.3.2015 zur Einführung des Sicherheitsdienstes an der Helene-Nathan-Bibliothek mit Bernd Müller, Leiter des Amtes für Weiterbildung und Kultur, Brigitte Lichtfeldt, Kommissarische Leiterin der Bibliothek, Dr. Franziska Giffey, Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport und Masieh Jahn, Einsatzleiter Rheinische Sicherheitsdienste Gmbh & Co. KG (v.l.n.r.)

Das Bezirksamtskollegium hat sich am 10. Februar 2015 darauf verständigt, für eine Testphase von zunächst 3 Monaten ab 2. März 2015 einen Sicherheitsdienst als Aufsicht in der Helene-Nathan-Bibliothek einzusetzen. Zum Beginn des Sicherheitsdienstes gab es heute eine Pressekonferenz in der Bibliothek. Die Hauptbibliothek Neuköllns wird täglich von durchschnittlich 2.000 Nutzerinnen und Nutzern besucht und leistet damit einen herausragenden Bildungsauftrag insbesondere für die Kinder und Jugendlichen Nord-Neuköllns.

Grund für die Entscheidung, einen Sicherheitsdienst einzuführen, waren gravierende Vorfälle, die den geordneten Ablauf in der Bibliothek teilweise stark beeinträchtigt hatten. Der Sicherheitsdienst soll nun gewährleisten, dass die 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliothek, die im Kundenbereich tätig sind, ungestört ihrer geregelten Tätigkeit im Kerngeschäft nachgehen können und dass die Hausordnung eingehalten wird. Die Aufgabe des Sicherheitsdienstes übernehmen Mitarbeiter der RSD, Rheinische Sicherheitsdienste Gmbh & Co. KG, einer Firma die auch den Wachschutz an derzeit 9 Schulen mit 10 Standorten in Neukölln gewährleistet. Die Kosten für die dreimonatige Testphase belaufen sich auf 20.000 Euro.

Bezirksstadträtin Franziska Giffey sagte:

„Es geht darum, dass hier in dieser Bibliothek friedliches Leben gestaltet werden soll und dass wir es schaffen, dass alle Nutzer und Nutzerinnen diese Bibliothek gut nutzen können. Wir wollen uns nun über drei Monate anschauen, ob das Instrument des Sicherheitsdienstes an diesem Standort funktionieren kann.“

Zu den Aufgaben des Sicherheitsdienstes stellte die Bezirksstadträtin klar:

„Der Sicherheitsdienst hat nicht die Aufgabe, Einlass- oder Zugangskontrollen durchzuführen. Vielmehr soll der Sicherheitsdienst den Charakter einer Aufsicht haben.“

Bernd Müller, Leiter des Amtes für Weiterbildung und Kultur, machte darauf aufmerksam, dass allein die Ansage, einen Sicherheitsdienst einzuführen, bereits Wirkung gezeigt habe. Schon die Ankündigung, dass der Sicherheitsdienst kommt, habe eine Veränderung im Verhalten der Gäste verursacht, so Müller.

Das Bezirksamt Neukölln steht des Weiteren mit dem Center Management der Neukölln Arcaden in Kontakt, um Möglichkeiten auszuloten, wie gegebenenfalls in Kooperation mit dem Center alternative Aufenthalts- und Lernräume für Jugendliche geschaffen werden können.

Darüber hinaus soll es in Kooperation mit der Abteilung Jugend des Bezirksamtes Neukölln eine Absprache darüber geben, inwieweit mit der Jugendstraßensozialarbeit alternative Angebote in Nord-Neukölln für die Jugendlichen, die die Bibliothek als Aufenthaltsort nutzen, gemacht werden können.

 

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Start des Sicherheitsdienstes in der Helene-Nathan-Bibliothek
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