Sprachlernwerkstatt
Schulstadträtin Dr. Giffey bei der Eröffnung der Lernwerkstatt Sprache

Vor einem Jahr startete das Bonusprogramm zur Unterstützung von Schulen in schwierigen Lagen, das Bürgermeister Heinz Buschkowsky treffend als Brennpunktprogramm bezeichnet. „Es ist der Anfang, nicht der Endpunkt einer Entwicklung“, die das Ziel hat, die „gespaltene Kindheit“ in Berlin aufzuheben, sagte er im Januar vergangenen Jahres im Rahmen der Vorstellung des Programms vor Neuköllner Schulleitern in der Albert-Schweitzer-Schule. Eine der Schulen, die von dem Programm profitiert, ist die Schule am Teltowkanal in Britz. Nachdem sie eine Zusage über 50. 000 EUR erhielt, konnte die Schulstadträtin und designierte Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (SPD) am 11. Februar die „Lernwerkstatt Sprache“ eröffnen.

Nachdem engagierte Lehrer und Pädagogen der Schule zusammen mit dem Kooperationspartner „Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis“ (FiPP e.V.) ein Konzept für die Lernwerkstatt Sprache entwickelten, richteten sie an der Schule einen geeigneten Raum mit zweckmäßigem Mobiliar und einem reichhaltigen Materialangebot zur sprachlichen Förderung der Schülerinnen und Schüler ein. Die Schülerbibliothek konnte dabei in die Lernwerkstatt integriert werden. Der kluge Einsatz der Mittel des Bonusprogramms durch die Schulen selbst ist ein Baustein dafür, um den Bildungserfolg von Kindern aus Brennpunktgebieten zu fördern. Denn schließlich geht es „im Kern bei der Bildungspolitik im sozialen Brennpunkt immer um die Frage, wie wir es schaffen können, Bildungserfolg von sozialer Herkunft abzukoppeln, Bildungsferne zu überwinden und mehr Kinder und Jugendliche erfolgreich auf ihrem Weg ins Leben und in die Gesellschaft zu begleiten“, betonte Dr. Franziska Giffey. Von daher freuten sich die Schulstadträtin sowie Derya Çaglar und Wolfgang Hecht (Neuköllner SPD-Fraktion), vor Ort zu sehen, wie die Lernwerkstatt Sprache arbeitet, um künftig Defizite bei Schülern kindgerecht zu überwinden. „In jeder Woche haben ab jetzt mehrere Klassen Gelegenheit, die vielfältigen, motivierenden Angebote, mit denen wir die sprachliche Kompetenz der Kinder steigern wollen, zu nutzen“, freute sich auch Schulleiter Robert Himberg.

In der Sprachlernwerkstatt lernen die Kinder spielerisch ihre Sprachfähigkeiten zu erweitern. So etwa mit Lese-Dominos und Bild-Wortkarten-Spiele. Auch szenisches Spiel und die Entwicklung von Hörspielen kommen zum Einsatz. Wie wichtig die Bonusprogramm-Mittel für die Sprachlernwerkstatt der Schule am Teltowkanal sind, zeigt ein Blick auf die 310 Schülerinnen und Schüler. Viele von ihnen haben einen Migrationshintergrund, leben mit Eltern der zweiten und dritten Einwanderergeneration, die oftmals auch nur unzureichende Deutschkenntnisse besitzen. Außerdem wachsen viele Kinder in einem anregungsarmen Umfeld auf, das ihre Spracherfahrungen behindert. Zusätzlich gefordert wird die Schule am Teltowkanal durch die Aufnahme von Kindern in „Willkommensklassen“, in denen Schülerinnen und Schülerunterrichtet werden, die erst kurze Zeit in Deutschland sind und kaum Deutsch sprechen. Auch hier könne die Sprachlernwerkstatt wertvolle Hilfestellung geben, meint die SPD Fraktionärin Derya Çaglar bei der Besichtigung. „So eine Sprach- und Lernwerkstatt fördert sowohl die motorischen als auch die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder. Sie ist besonders für die Kinder aus Willkommensklassen eine zusätzliche Unterstützung bei der Erlernung der deutschen Sprache“, so Çaglar.

Die Schule am Teltowkanal hat als weiteren Arbeitsschwerpunkt die Förderung basaler Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Um diese zu stärken, wurden Mittel aus dem Bonusprogramm eingesetzt, um das nachmittägliche Schulangebot mit sieben zusätzlichen Arbeitsgemeinschaften zu erweitern. So stehen nun ein Kochkurs, Theater, Fahrrad fahren und reparieren sowie eine Kreativ-AG und ein Pop-Chor für die Schülerinnen und Schüler zur Auswahl.

Quelle: SPD-Fraktion Neukölln

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SPD-Bonusprogramm: Schule am Teltowkanal eröffnete Sprachlernwerkstatt
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