150518-Rudower-Heimatverein
V.l.n.r.: Neuköllner Gleichstellungsbeauftragte Sylvia Edler, Jutta Kendzia (Rudower Heimatverein), Franziska Giffey, Martin Hikel (Vorsitzender der SPD Rudow und Bezirksverordneter) und Manfred Ziemer (Vorstand Heimatverein Rudow)

1996 ist in Neukölln das erste namentliche „weibliche“ Wohnviertel „Frauenviertel Rudow“ Deutschlands entstanden, in dem alle 20 Straßen, Plätze und Wege nach Frauen benannt wurden. Geehrt wurden 19 Frauen, die sich um Neukölln, Berlin und Deutschland verdient gemacht haben. Es sind Frauen, die sich in Politik und Gesellschaft für die Rechte und die Gleichstellung von Frauen eingesetzt haben.

Für diese Benennung musste die SPD damals schwer kämpfen. Gab es zuvor nur 8 Straßen in Neukölln mit Namen von Frauen, kamen nun 20 Straßen, Plätze und Wege mit Namen von Frauen hinzu.

Der Rudower Heimatverein e.V. 1987 präsentiert nun in Kooperation mit der Neuköllner Gleichstellungsbeauftragten Sylvia Edler die Wanderausstellung „Wegweisend – Das Frauenviertel Rudow“. Auf Bannern und durch andere Exponate können sich die Besucherinnen und Besucher über das Engagement der Namensgeberinnen informieren. Außerdem wird ein umfangreiches Rahmenprogramm geboten.

Eröffnet wurde die Ausstellung von der Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey sowie von den Vertretern des Rudower Heimatvereins ev. 1987 Manfred Ziemer (Vorsitzender) und Jutta Kendzia. Darüber hinaus nahmen auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Fritz Felgentreu, der neue Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer sowie diverse SPD-Bezirksverordnete aus Rudow und Neukölln teil.

Am Samstag, 2. Mai um 12 Uhr, findet darüber hinaus eine Führung durch das Frauenviertel mit Claudia von Gélieu, Politikwissenschaftlerin und Frauenforscherin von FRAUENTOUREN, statt.
Treffpunkt: Lieselotte-Berger-Str./Ecke Walterdorfer Chaussee

Jeweils samstags und sonntags wird die Filmdokumentation des Heimatvereins zum Richtfest des „Frauenviertels 1996“ gezeigt.

Am Samstag, 2. Mai 2015 um 10 Uhr, werden die Dokumentationen „Elisabeth Selbert – Sternstunde ihres Lebens“ und um 12 Uhr „Hannah Arendt – Ihr Denken veränderte die Welt“ gezeigt.

Für die Jüngsten werden Filme von Jim Knopf von 14 bis 16 Uhr vorgeführt; die Namensgeberin der Grundschule im Frauenviertel war Mitgründerin der „Augsburger Puppenkiste“.

Das Rahmenprogramm ist kostenlos.

Weitere Informationen: http://www.berlin.de/ba-neukoelln/aktuelles/pressemitteilungen/2015/pressemitteilung.296756.php

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Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Giffey würdigte bedeutende Frauen des Rudower Frauenviertels
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