Der Startschuss ist gegeben: am 26. September haben die Bundesregierung, die Ministerpräsidenten der Länder und die kommunalen Spitzenverbände die Kommission gleichwertige Lebensverhältnisse ins Leben gerufen. Innenminister Horst Seehofer hat den Vorsitz. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und ich haben den Co-Vorsitz. Bis Mitte 2019 sollen konkrete Ergebnisse vorliegen, die in sechs Arbeitsgruppen erarbeitet werden:

1. Kommunale Altschulden
2. Wirtschaft und Innovation
3. Raumordnung und Statistik
4. Technische Infrastruktur
5. Soziale Daseinsvorsorge und Arbeit
6. Teilhabe und Zusammenhalt der Gesellschaft

Als Co-Vorsitzende und Vorsitzende der 6. Arbeitsgruppe werde ich mich vor allem für die Themen Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Pflege und Beruf, gutes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen, demographischer Wandel und Demokratie- und Engagementförderung insbesondere in strukturschwachen Regionen sowohl in Ost, als auch West einsetzen.

Deutschland ist vielfältig und das ist gut. Aber wenn aus regionalen Unterschieden schwerwiegende Nachteile werden, müssen wir etwas dagegen tun. In manchen Städten finden Familien keine bezahlbare Wohnung mehr, woanders müssen junge Leute wegziehen, weil sie keine Perspektive für sich sehen. Unser Land driftet auseinander, wenn es Regionen gibt, in denen der Arzt unerreichbar scheint, auch noch die letzte Gaststätte schließt oder der Beitrag für einen Kitaplatz sich um mehrere hundert Euro unterscheidet. Aufgabe der Kommission wird sein, praktische Vorschläge zu machen, wie wir Daseinsvorsorge überall im Land – in Ost und West – sicherstellen können: in der Gesundheitsversorgung, der Bildung, der Altenhilfe und Pflege, bei der Kinderbetreuung, der Jugendarbeit und der Engagementförderung. Gleichwertige Lebensverhältnisse sind eine nationale Zukunftsaufgabe für ein modernes und erfolgreiches Deutschland.

Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ gestartet