Grüße aus dem Bundeskanzleramt mit Justizministerin Katarina Barley. Heute hat die Bundesregierung den Gesetzentwurf zur Änderung der in das Geburtenregister einzutragenden Angaben und damit die Einführung einer 3. Geschlechtsoption beschlossen. Damit wird eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts umgesetzt. Der Gesetzentwurf schafft für Personen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung eine Erklärungsmöglichkeit zum Personenstand mit der Bezeichnung „divers“ statt „männlich“ oder „weiblich“. Alle Menschen sollen ihre geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung selbstbestimmt und frei leben können. Mit der Einführung der 3. Geschlechtsoption ist ein wichtiger Schritt zur rechtlichen Anerkennung von Menschen, deren Geschlechtsidentität weder männlich noch weiblich ist, vollzogen worden.

Ein weiterer Schritt muss nun folgen: das derzeit geltende Transsexuellengesetz muss aufgehoben und durch ein modernes Gesetz zur Anerkennung und Stärkung von geschlechtlicher Vielfalt ersetzt werden. Zwangsgutachten über die geschlechtliche Identität von Menschen sind dabei einfach nicht mehr zeitgemäß.

Im September 2018 soll das Verfahren zur Reform des Transsexuellengesetzes im Bundesinnenministerium begonnen werden. Das Bundesfamilienministerium und das Bundesjustizministerium werden daran fachlich mitarbeiten.

Bundesregierung beschließt Einführung der 3. Geschlechtsoption „divers“