Diese Woche berichtete die Bild über unsere Neuköllner Schülerin Ayla, die abgeschoben werden soll. Dieser Fall steht exemplarisch für über 8.000 in Berlin – für Menschen, die über Jahre keine Perspektive für ihre Zukunft haben. Diese Fälle gehören zu den Integrationsfehlern der Vergangenheit. Wir reden über den Zugang zu Sprache, zu Bildung und Arbeit für die Flüchtlinge, die im letzten Jahr zu uns gekommen sind, aber wir haben die Altfälle noch nicht abgearbeitet. Wir lassen die Leute über Jahre im Ungewissen und wenn die Kinder dann in Kita und Schule gehen oder eine Ausbildung machen, fällt uns ein, dass wir sie nicht mehr wollen. Das ist integrationsfeindlich. Und es hat nicht nur Auswirkungen auf die Betroffenen, sondern auch auf das Umfeld. Im Fall von Ayla ist die ganze Schulklasse aufgebracht. Das Signal ist: „Egal, wie Ihr Euch bemüht, Ihr habt ja doch keine Chance.“ Da fällt es denen, die vor Ort mit den Kindern und Familien arbeiten, schwer, die Leute zu motivieren, auch wenn sie sich integrieren wollen. Und die Frage steht ja, wem diese Abschiebung eigentlich etwas bringt, außer der Statistik. Das klingt nach Quotenerfüllung und nicht nach Sinnhaftigkeit.
Diese Entscheidung ist nicht nachzuvollziehen. Am Ende bleiben wir auf den kriminellen arabischen Großfamilien hängen und integrierte Familien müssen gehen.
Ich hoffe, dass der Innensenator doch noch seine Entscheidung revidiert.
www.ayla-soll-bleiben.de

Beitrag teilen:
Ayla soll bleiben dürfen!
Franziska Giffey auf Facebook