Neukölln verbaute 2017 45 Mio. Euro – Steigerung zum Vorjahr um 18 Prozent

Neukölln verbaute 2017 45 Mio. Euro – Steigerung zum Vorjahr um 18 Prozent

Neukölln hat im vergangenen Jahr für 45 Mio. Euro gebaut. Das hat die Jahresendabrechnung des Fachbereiches Hochbau im Bezirksamt Neukölln ergeben. Bei Ausgaben von 38 Mio. Euro im Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von 18 Prozent. Über 37 Mio. Euro flossen 2017 in Schulen und Sportanlagen, 4 Mio. Euro in Sportplätze, Bibliotheken und Friedhöfe, 1,9 Mio. Euro in Jugendeinrichtungen und 1,5 Mio. Euro in Bürodienstgebäude.

Schwerpunkte bei den Arbeiten an Schulen bildeten energetische Sanierungen, Umbauten für mehr Barrierefreiheit und die Erneuerung der sanitären Bereiche. Um möglichst viele Maßnahmen umzusetzen, zapft der Bezirk sämtliche verfügbaren Fördertöpfe an, wie das Schul- und Sportanlagensanierungs- oder das Sanitärprogramm und Mittel des Programms „Soziale Stadt“.

Das schafft natürlich Verwaltungsaufwand, weil all diese Mittel separat beantragt und bewirtschaftet werden müssen. Dafür hat der Bezirk seit 2015 über 20 neue Mitarbeiter eingestellt.
Unser Ergebnis zeigt: Wir können bauen, wenn wir auch die Menschen einstellen können, die es machen. Unser Hochbauamt ist heute mit 60 Mitarbeitern besetzt – fast doppelt so viele wie noch vor drei Jahren, als ich das Amt übernommen habe.

Aus den eigenen Investitionsmitteln des Bezirkes wurden 2017 allein über 13 Mio. Euro für neue Schulbauten verwendet. Das hat in Neukölln gute Tradition: Für Schulen und Bildungseinrichtungen verwendet der Bezirk seit über 15 Jahren rund 80 Prozent seiner Investitionsmittel. Im laufenden Jahr plant der Bezirk Ausgaben von rund 67 Mio. Euro im Hochbaubereich.

Zeitplan für Sanierung der als Flüchtlingsunterkünfte genutzten Sporthallen steht

Zeitplan für Sanierung der als Flüchtlingsunterkünfte genutzten Sporthallen steht

Der Zeitplan zur Sanierung der als Flüchtlingsunterkünfte genutzten Sporthallen am Efeuweg und Buckower Damm steht: Die Sporthallen werden ab April 2018 baulich wieder hergerichtet. Dafür stehen für die Sporthalle am Efeuweg 1,9 Mio. Euro und für die Sporthalle am Buckower Damm 2,4 Mio. Euro zur Verfügung. Die Höhe der Summen verdeutlicht, dass der Sanierungsbedarf der Hallen sehr hoch ist. Die Hallen sind über 40 Jahre alt und schon lange sanierungsbedürftig. Wir werden jetzt die Gelegenheit nutzen, um die längst überfällige umfassende Sanierung zu realisieren. Und ich bin sehr froh, dass wir auch vom Land das Geld dafür bekommen, das war nämlich vorher nicht möglich.

Neue Böden müssen verlegt, die Sanitärbereiche und Fenster erneuert, Holzbekleidungen aufgearbeitet und Malerarbeiten durchgeführt werden. Diese Arbeiten erfordern eine fach- und sachgerechte Ausführung, wofür wiederum zeitintensive Planungs-, Ausschreibungs- und Vergabeverfahren notwendig sind. Das erklärt auch, warum die Bauarbeiten erst im April beginnen können. Der Bezirk hat den Anspruch, die Hallen im bestmöglichen Zustand und auch dauerhaft wieder an den Schul- und Vereinssport zu übergeben. Oberflächliche Renovierungsarbeiten gingen zwar wesentlich schneller, würden das Problem notwendiger Sanierungsmaßnahmen jedoch nur auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Daher hat sich der Bezirk entschlossen, die ursprünglich von der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) zur Verfügung gestellten Summen in Höhe von 971.000 Euro für die Sporthalle am Efeuweg und 833.000 Euro für die Sporthalle am Buckower Damm zur Beseitigung der Schäden, die durch die Zwischennutzung als Flüchtlingsunterkunft entstanden sind, aufzustocken. Die zusätzlichen Mittel haben wir Ende letzten Jahres über das Sportanlagensanierungsprogramm 2018/2019 bewilligt bekommen.

Die Übergabe der Sporthallen nach Fertigstellung der Bauarbeiten ist im April 2019 vorgesehen. Gerne hätte ich den Schulen und Sportvereinen einen früheren Zeitpunkt mitgeteilt. Aber wir haben uns entschlossen, eine vernünftige Sanierung und nicht nur Oberflächenkosmetik zu machen. Wir werden alles daran setzen, dass der genannte Übergabetermin eingehalten wird. In der Zwischenzeit ist der Schul- und Vereinssport in anderen Sporthallen (Ausweichstandorten) untergebracht.

Traditionelles Musikhaus Bading durch Brandstiftung zerstört

Traditionelles Musikhaus Bading durch Brandstiftung zerstört

Nicht irgendein Geschäft, sondern unser Musikhaus Bading in der Karl-Marx-Straße hat gebrannt. Ich bin wirklich traurig darüber, weil hier ein Stück Neuköllner Tradition zerstört wurde. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung. Meine Gedanken sind bei Familie Bading. Ich hoffe, dass der Täter, von dem es Fotos gibt, von der Polizei ermittelt wird.

Ich habe die Familie des Musikhauses Bading anschließend besucht und mir selbst ein Bild von dem großen Brandschaden gemacht. Sollte sich die Familie für den Wiederaufbau des Ladens entscheiden, habe ich meine Unterstützung angeboten. Ich glaube, es gibt viele Menschen, die sich sehr darüber freuen und auch dabei mithelfen würden. Die Familie braucht aber noch Zeit, um sich klar zu werden, wie sie mit der schwierigen Situation umgehen will. Ich wünsche ihr dafür viel Kraft.

Unsere Neuköllner Drehorgelspielerin „Primel Paula“ alias Angelika Rosenstolz war am 9. Januar mit einer Solidaritätsaktion am Musikhaus Bading und machte mit ihrer tollen Art und Alt-Berliner Herz und Schnauze die Menschen aufmerksam. Die Berliner Abendschau berichtet.

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