Neutralitätsgesetz bewahren

Auch ich habe die Erklärung gegen die Aufweichung des Berliner Neutralitätsgesetzes unterzeichnet, das das Tragen religiöser Symbole bei Lehrerinnen und Lehrern in der Schule untersagt. Ich finde es wichtig und notwendig, dass an unseren Schulen religiöse Neutralität gewahrt wird. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir in Neukölln Menschen aus 150 Nationen und 80 verschiedene Religionsgemeinschaften haben: die staatliche Schule in einer demokratischen Gesellschaft muss der Ort sein, an dem sich Kinder frei und ohne religiöse Beeinflussung entfalten und entwickeln können.

Weihnachtsfest für Obdachlose und Bedürftige mit Frank Zander

Weihnachtsfest für Obdachlose und Bedürftige mit Frank Zander

Auch in diesem Jahr war ich wieder bei Weihnachten für Obdachlose von Frank Zander in unserem Neuköllner Estrel Hotel Berlin. Gerne habe ich mitgeholfen, die 3.000 Gäste zu bewirten. Großartig, wie viele Menschen inzwischen dabei sind, um Bedürftigen in der Stadt einen außergewöhnlichen Abend zu bereiten. Vielen Dank an Frank Zander und seine Familie für diese tolle Initiative – seit 23 Jahren.

Rathausbrief der Bezirksbürgermeisterin – Dezember2017

Rathausbrief der Bezirksbürgermeisterin – Dezember2017

Liebe Neuköllnerinnen und Neuköllner,

wenn das alte Jahr zu Ende geht, ist es Zeit, einmal zurückzublicken und zu fragen: Was hat 2017 für Neukölln gebracht?

Wir haben gebaut: an 32 Schulen, 18 Straßen und Gehwegen, neun Kinderspielplätzen, haben den ersten Spatenstich am Leonardo-da-Vinci Gymnasium gemacht und Richtfest am Schulerweiterungsbau Campus Rütli gefeiert. Im Februar konnten die Geflüchteten aus den beiden Turnhallen ausziehen. Wir haben zwei neue Milieuschutzgebiete erlassen und Baugenehmigungen für 1.700 neue Wohnungen erteilt. 500 neue Kitaplätze wurden genehmigt.

Wir haben 10 Schwerpunkteinsätze mit der Polizei durchgeführt, die Müll-Sheriffs und das Pilotprojekt Staatsanwalt vor Ort an den Start gebracht. Ich habe wichtige Gespräche zur nötigen Weiterführung der U7 bis zum Flughafen und zum Ausbau des Klinikums Neukölln geführt. Im kommenden Jahr beginnt der Bau für die neue Rettungsstelle.

Und eine Entwicklung, über die ich besonders froh bin: Die Zahl der Nichtschwimmer in den dritten Klassen konnten wir dank unseres Wassergewöhnungsprojekts Neuköllner Schwimmbär halbieren!

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich eine besinnliche Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr.

Ihre
Dr. Franziska Giffey

Die Themen dieser Ausgabe:

Mehr Stolpersteine für Neukölln: So geht es weiter mit den Spendengeldern

Mehr Stolpersteine für Neukölln: So geht es weiter mit den Spendengeldern

Nach dem Diebstahl der Neuköllner Stolpersteine Anfang November 2017 setzte eine überwältigende Spendenbereitschaft für den Ersatz der Steine ein, sodass inzwischen weit mehr Geld eingegangen ist, als dafür benötigt wird. Mit dem Mehrbetrag an Spendengeldern will der Bezirk Neukölln nun einen Schulpädagogischen Erinnerungsfonds auflegen. 14.000 Euro von weit über 100 Privatpersonen und Firmen sind beim Bezirksamt Neukölln zum Ersatz der gestohlenen Stolpersteine eingegangen. Nach Abzug der Kosten für die neuen Steine sowie die Neuverlegung (zusammen etwa 5.400 Euro) bleiben rund 8.600 Euro übrig.

Mit dem Erinnerungsfonds sollen Schulklassen ermutigt werden, sich im Unterricht oder in Projektwochen mit der Geschichte von Opfern des Nationalsozialismus zu befassen. Dafür werden dann aus dem Erinnerungsfonds Mittel für die Verlegung eines Stolpersteins bereitgestellt. Auch Angehörige oder Personen, die einen Stolperstein initiieren möchten, aber nicht über die nötigen Mittel verfügen, sollen aus den Mitteln des Fonds Unterstützung erhalten. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte oder andere interessierte Personen, die einen Stolperstein verlegen möchten, können sich beim Museum Neukölln melden (Tel. 6 27 27 77 20/23).

Ich bin tief beeindruckt und bewegt von dem überwältigenden Spendenaufkommen aus der Bevölkerung. Im Bezirksamt sind wir übereingekommen, dass es im Sinne der Spenderinnen und Spender ist, die übrigen Gelder dafür zu verwenden, beim Andenken an die Opfer der Nationalsozialisten die junge Generation mit einzubinden. Somit wird über die nächsten Jahre das Gedenken aktiv weiter getragen werden. Dies ist auch ein Signal an die Diebe, dass die Bevölkerung sich ihren feigen Zerstörungen nicht beugt, sondern weiter für einen würdevollen Umgang mit der deutschen Geschichte wirkt.